Die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, kurz eAU, kommt: Nachdem der Start zum 01. Januar 2021 verschoben wurde, weil die technische Umsetzung deutschlandweit Probleme aufwarf, kommt die digitale eAU zum Jahreswechsel. Nun müssen Vertragsärzte ab dem 1. Oktober 2021 den Krankenschein direkt elektronisch an die zuständige Krankenkasse senden – das heißt, die Informationspflicht liegt dann bei dem behandelnden Arzt und nicht mehr beim Mitarbeiter.

Als Übergangsfrist wird ein Parallelverfahren bis zum 30. Juni 2022 eingerichtet. In diesen ersten Monaten müssen Ärzte die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung elektronisch an die Krankenkassen übermitteln, zusätzlich diese aber auch in Papierform ausstellen. Diese muss der Versicherte nach wie vor selbst beim Arbeitgeber einreichen.

Lexware ist vorbereitet: ab dem 01.01.2022 kann Lexware lohn + gehalt die Vorgaben erfüllen. Mit dem Jahresupdate auf die neue Version sind alle Anwender und Anwenderinnen also auf der sicheren Seite. Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen können ab 01. Januar 2022 und müssen dann ab dem 1. Juli 2022 an dem neuen Verfahren teilnehmen und die eAU von der jeweiligen Krankenkasse entgegennehmen. Dennoch muss sich ein Arbeitnehmer oder eine Arbeitnehmerin – wie es der Arbeitsvertrag, Tarifvertrag oder die betriebliche Regelung vorsieht – unverzüglich beim Arbeitgeber melden, wenn er aufgrund von Krankheit nicht zur Arbeit erscheinen kann.

  • Senkung der Kosten für alle beteiligten: Ärzte, Patienten, Krankenkassen und Unternehmen.
  • Schnellere und sichere Übertragung der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung.
  • Prüfbarer und lückenloser Weg der Dokumentation beim Arbeitgeber.
  • Entbindung der versicherten (Patienten) von zusätzlichen Wegen und Meldepflichten.
  • Reibungslose und lückenlose Abwicklung von Krankengeldansprüchen der Versicherten gegenüber der Krankenkasse.

Änderungen bei Minijobbern: eAU Minijob

Die tatsächliche Krankenkasse eines Arbeitnehmers oder einer Arbeitnehmerin, die einen Minijob beim Unternehmen wahrnimmt, war dem Arbeitgeber bis dato nicht bekannt. Alle melderelevanten Tatbestände wurden mit der Minijob-Zentrale und der Knappschaft kommuniziert. Mit der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ändert sich das nun: Zukünftig können Sie in den Stammdaten der Minijobberin / des Minijobbers die tatsächliche Krankenkasse pflegen. Bereiten Sie sich am Besten heute schon vor und erfragen Sie die tatsächliche Krankenkasse der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen.

Ausnahme: privat Versicherte

Bei privat Versicherten findet das Verfahren keine Anwendung, hier gibt es eine Ausnahmeregelung, die das Papierverfahren weiterhin ermöglicht.

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